Jan
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Neujahrsempfang der CSU Erdweg: „Vom Ich zum Wir"

Betrachteten gemeinsam die Vergangenheit der Gemeinde Erdweg: die stellvertretende Ortsvorsitzende Sylvia Podewils und der Ehrenvorsitzende der CSU Erdweg Blasius Thätter.Auch dieses Jahr veranstaltete der CSU-Ortsverband Erdweg wieder seinen traditionellen Neujahrsempfang in Kleinberghofen. Der Saal des dortigen Bürgerhauses war bis auf den letzten Platz besetzt. Sogar aus den Nachbarlandkreisen reisten interessierte Bürger an, um an der Veranstaltung teilzunehmen.

Die Veranstaltung stand dieses Jahr anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Gemeinde Erdweg, die im Zuge der Gebietsreform am 01. Juli 1972 gegründet wurde, unter dem Motto „Die Gemeinde Erdweg in der Metropolregion München – Perspektiven und Chancen". Die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Gemeinde sowie des Landkreises waren somit Thema des Vormittages.

Die Ortsvorsitzende Eva Rehm ging in ihrer Begrüßung auch auf die große Geschichte ein und informierte die Besucher des Neujahrsempfangs über die globalen Entwicklungen im Jahr 1972.

Ihre Stellvertreterin Sylvia Podewils hatte die Ehre, den früheren Landtagsabgeordneten und Ehrenvorsitzenden der CSU Erdweg, Blasius Thätter, zur Gründung der Gemeinde Erdweg zu befragen. Die Besucher erfuhren beispielsweise, dass zur Gründung der Gemeinde nicht nur rechtliche Vorgaben beitrugen, sondern insbesondere auch die bestehenden Strukturen und Institutionen im heutigen Gemeindebereich, nämlich der Pfarrverband und der Schulverband. Des Weiteren berichtete Thätter, der von 1972 bis 2008 für die CSU im Gemeinderat saß, dass in der jungen Gemeinde eine regelrechte Aufbruchstimmung herrschte. Viele Projekte wurden damals angegangen – leider, so Thätter, sei von der damaligen Stimmung in der Gemeinde nicht viel erhalten geblieben. Seit den achziger Jahren dominiere wieder eine Art „Ortsteilegoismus", der dem Wohle der Gesamtgemeinde entgegen steht. Einige schon 1972 angestrebte und für die Gesamtgemeinde wichtige Vorhaben wurden bisher nicht verwirklicht. Beispielsweise wurden seitdem keine neuen Gewerbeflächen von der Gemeinde geschaffen.

Ein Rückblick auf die letzten 40 Jahre aber auch den Brückenschlag in Gegenwart und Zukunft wurde durch den Vortrag von Landrat Hansjörg Christmann geleistet. Christmann ging insbesondere auf das starke Wachstum des Landkreises und dessen Folgen in dieser Zeit ein. Besonders stolz könne man auf die tolle Infrastruktur und das Schul- und Bildungssystem des Landkreises sein. Seit langem stehen die Bildungs- und Jugendpolitik im Fokus der Landkreispolitik. Dass die Anstrengungen in diesem Bereich bereits Früchte getragen haben, zeigt eine Studie der Stiftung Bertelsmann: so belegt der Landkreis Dachau derzeit im deutschlandweiten Vergleich den vierten Platz als „Bildungslandkreis". Die größte Herausforderung für den Landkreis sieht Christmann in dem enormen Siedlungsdruck der Landeshauptstadt München in den nächsten Jahrzehnten. Darauf muss sich der Landkreis einstellen und Lösungswege dafür finden. Auch wenn Christmann feststellte, dass die Gemeinde Erdweg sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelte, stellte er klar, dass eine Ausweisung von neuen Gewerbeflächen zwingend notwendig sei, „um nicht in die Nehmerposition zu geraten."

Die Ortsvorsitzende und stellvertretende Landrätin Eva Rehm betrachtete in ihrem Vortrag die Chancen und Perspektiven der Gemeinde Erdweg. Sie stellte die Zukunft unter das Motto „Vom Ich zum Wir", denn nur gemeinsam sind wir stark und können etwas erreichen. Nur auf diese Weise, so Rehm, sei die Aufbruchstimmung der siebziger Jahre wieder erreichbar. Ein gutes Beispiel für dieses Verhalten sei auch die Initiative rund um das Wirtshaus am Erdweg, das derzeit ehrenamtlich saniert wird.

Bildunterschrift:

 

 

Geschrieben von CSU Erdweg. Veröffentlicht in Organisationen