Aug
17

Landkreis Dachau ist palliativmedizinisch gut aufgestellt

Gesundheitsstaatssekretärin Huml zu Gast beim Ärztlichen Kreisverband: „Landkreis Dachau ist palliativmedizinisch gut aufgestellt – Versorgungskette geschlossen"

Mit den „Herausforderungen der Palliativmedizin im Landkreis Dachau – ambulant und stationär" befasste sich kürzlich eine Veranstaltung des Ärztlichen Kreisverbands Dachau. Zu ihr konnte der 1. Vorsitzender Dr. Rudolf Szymkowiak auch die Bayerische Gesundheitsstaatssekretärin Melanie Huml und MdL Bernhard Seidenath in Ried begrüßen. „Wir sind im Landkreis Dachau palliativmedizinisch gut aufgestellt", lautete das einhellige Fazit nach einer, so Szymkowiak, „sehr sensiblen und guten Diskussion".

„Eine optimale palliativmedizinische, also schmerztherapeutische Versorgung ist die beste Antwort auf Bestrebungen Richtung aktiver Sterbehilfe", stellte der Stimmkreisabgeordnete für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag, Bernhard Seidenath, in seinem Grußwort fest. Es gehe insbesondere um Lebensqualität, denn: „Das Ziel muss es sein, den Jahren mehr Leben zu geben – und nicht in erster Linie, dem Leben mehr Jahre", betonte B. Seidenath.

Gesundheitsstaatssekretärin Huml, ihres Zeichens selbst Ärztin, lobte die Versorgung im Landkreis Dachau: „Von Hospizvereinen über die Versorgung durch niedergelassene Haus- und Fachärzte bis hin zum stationären Bereich ist die Versorgungskette im Landkreis geschlossen", betonte die Staatssekretärin und freute sich insbesondere über die kürzlich erfolgte Gründung einer Genossenschaft für SAPV - spezialisierte ambulante palliativmedizinische Versorgung – sowie den neuen palliativmedizinischen Dienst an den Amper-Kliniken in Dachau. Auf Nachfrage von Seidenath stellte Huml klar, dass die Tür in Richtung eigener Palliativbetten am Klinikum Dachau nicht für alle Zeiten geschlossen sei.

Dr. Szymkowiak bezeichnete insbesondere die Gründung der SAPV-Genossenschaft im Landkreis als „Quantensprung in der Versorgung", da auf diese Weise auch schwerstkranken Patienten ein Sterben in den eigenen vier Wänden ermöglicht werden könne.

Bei der Gründung der Genossenschaft gebühre besonderes Lob MdL Seidenath für die treibende Rolle und integrative Kraft, Dr. Karl Wilhelm vom MVZ Dachau für die hervorragende Vorarbeit und dem Vorstandsvorsitzenden der Genossenschaft Dr. Edgar Müller, der jetzt die Hauptlast der täglichen Arbeit zu bewältigen habe. Beeindruckend sei zudem die Zusammenarbeit aller Akteure: wie MVZ Dachau und Amper-Klinikum, niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie Hospizvereine. Sie wären sämtlich im Aufsichtsrat der neuen Genossenschaft vertreten.

„Alle ziehen am gleichen Strang in dieselbe Richtung. Der Patient steht im Mittelpunkt. Genau so muss es sein", betonte Szymkowiak.

In der anschließenden Podiumsdiskussion entwickelte sich ein intensiver Austausch über die jeweils eigenen Erfahrungen in diesem sensiblen Bereich: Unter der Moderation von Bernhard Seidenath diskutierten Melanie Huml, Dr. Rudolf Szymkowiak, Dr. Edgar Müller, der Schmerztherapeut am Klinikum Dachau Dr. Bernhard Arnold, Christina Hofmeyer, die die Einsätze der Hospizbegleiter des Elisabeth-Hospiz-Vereins im LK Dachau koordiniert, sowie der in Dachau niedergelassene Krebsspezialist Dr. Dirk Hempel mit den anwesenden Gästen, darunter Vertreter von Pflegediensten ebenso wie von Pflegeheimen.

 

Geschrieben von Ärztlicher Kreisverband Dachau. Veröffentlicht in Organisationen