Feb
06
8:55 Uhr

Dachauer Musiksommer – Theater in der Papierfabrik

Von Kulturamt Dachau in Kultur.DAH@lokaliz

 „Die Blutnacht auf dem Schreckenstein oder Ritter Adolars Brautfahrt und ihr grausiges Ende“ - Ein Theaterstück aus dem Konzentrationslager Dachau

Premiere: Donnerstag, 5. Juli 2012, 20.30 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik, Ostenstraße 5 in Dachau (bestuhlt, überdacht)

Weitere Aufführungen: Freitag, 6. Juli, Sonntag, 8. Juli 2012

Karten zu 12/8 EUR zzgl. VVK-Gebühr erhältlich ab 2. Februar bei allen Vorverkaufstellen von MünchenTicket

Am 13. Juni 1943 fand auf dem „Kleinen Appellplatz“ des Konzentrationslagers Dachau die wohl groteskeste Freilichttheaterpremiere des 20. Jahrhunderts statt. Eine Gruppe von österreichischen, deutschen und tschechischen Häftlingen um den Journalisten Rudolf Kalmar und den Schauspieler Erwin Geschonneck spielten vor Häftlingen und SS das im Lager von Kalmar verfasste Stück „Die Blutnacht auf dem Schreckenstein oder Ritter Adolars Brautfahrt und ihr grausiges Ende oder Die wahre Liebe ist das nicht“. Das Stück – vordergründig ein Ritterspektakel im Stil der Tiroler Pradler Ritterspiele, bei denen traditionell viele Köpfe rollten – war als verdeckte Hitler-Persiflage geschrieben und gespielt, die die Häftlinge verstanden, die anwesende SS aber nicht. Die beteiligten Häftlinge nutzten in jenem Sommer 1943 die Gunst der Stunde, dass zur sog. „Hebung der Arbeitsproduktivität der Häftlinge“ kurzzeitig kulturelle Aktivitäten im Lager erlaubt waren, zur Hebung der politischen Durchhaltemoral der Mithäftlinge.

Die freie Regisseurin Karen Breece führt das von ihr 2008 ins Leben gerufene Dachauer Freilichttheater im Rahmen des diesjährigen Dachauer Musiksommers auf neue Wege – sowohl was den Stoff als auch den Spielort betrifft. Das Ensemble um die Regisseurin, das aus Schauspielerinnen und Schauspielern von Dachauer Theatergruppen sowie Dachauer Bürgerinnen und Bürgern besteht, wird sich auf dem Gelände der historischen Papierfabrik Dachau mit der „Blutnacht auf dem Schreckenstein“, ihrer Entstehungsgeschichte und ihrem Entstehungskontext, sowie mit den Biographien und Erinnerungen der Mitwirkenden der Aufführung von 1943 auseinandersetzen.

Erzählt wird von Haltung, Mut und Widerstand der Häftlinge des Konzentrationslagers Dachau. Erzählt wird von der Kraft der Kunst und des Geistes, die selbst unter den Bedingungen des Terrors nicht erstickt werden konnten. In den realen ‚Blutnächten’ von Dachau hat die SS auf grausame Weise unzählige Häftlinge getötet, den Geist der Häftlinge konnte sie jedoch nicht töten. Erzählt wird aber auch von den Menschen, die heute an diesem Ort Dachau leben und einen persönlichen Umgang mit der Geschichte suchen und ihre persönlichen Fragen dazu stellen.

„Wie viele von denen, die an jenem Abend hinter den Reihen der SS saßen und von ganzem Herzen lachten, haben den Tag der Freiheit nicht mehr erlebt. Aber die meisten unter ihnen nahmen von dieser Demonstration Kraft mit, ihre Lage zu ertragen. Wie viele von denen, die das Stück auf einem Pulverfass spielten, haben den Faschismus überlebt? Einige wenige. Aber sie hatten die Gewissheit, als sie in der Nacht auf ihren Holzpritschen lagen: Wir haben etwas getan, was den Kameraden Kraft gibt. Wir haben die Nazis lächerlich gemacht!“ (Erwin Geschonneck)

 Zur Person: Karen Breece, aufgewachsen in den USA und Deutschland, studierte an der Athanor Akademie für Darstellende Kunst und Regie. Sie lebt in Dachau. Seit 2007 arbeitet sie als freie Regisseurin, zuletzt als Künstlerische Mitarbeiterin für die Münchner Kammerspiele, wo sie für die Inszenierung der „Perser“ von Johan Simons einen Bürgerchor aus Asylsuchenden, Migranten und Weltkriegs-Zeitzeugen zusammenstellte und die Theaterinstallation „Dunkelkammer“ von Dries Verhoeven künstlerisch betreute. Ihr Verständnis von Theater bündelt sich im Site-Specific Theatre und in ihrer fortwährenden Arbeit mit Schauspielern und Laien.

Jan
30
7:56 Uhr

Dachauer Schlosskonzerte 2012: London Baroque & Emma Kirkby

Von Kulturamt Dachau in Kultur.DAH@lokaliz

Emma KirkbyEin veritabler Weltstar kommt mit der Sopranistin Emma Kirkby am 11. Februar zum nächsten Dachauer Schlosskonzert ins Schloss Dachau. Mit dabei ist das nicht minder renommierte London Baroque-Ensemble. Gemeinsam singen und musizieren sie von „Barocken Liebesabenteuern".

EMMA KIRKBY

Emma Kirkby entdeckte früh ihre Neigung zur Alten Musik. 1973 begann ihre Zusammenarbeit mit dem Consort of Musicke und der Academy of Ancient Music – zu einer Zeit, als die meisten Sopranistinnen noch keinen Ton anstrebten, der zu alten Instrumenten passte. Heute verbindet sie mit mehreren Kammermusikensembles und Orchestern eine künstlerische Zusammenarbeit: neben dem London Baroque noch das Freiburger Barockorchester, L'Orfeo und The Orchestra of the Age of Enlightenment. Ihr Repertoire reicht von Hildegard von Bingen bis zu Werken Mozarts. 2007 wurde sie von Queen Elisabeth II. in den Ritterstand erhoben.

LONDON BAROQUE

Gegründet 1978, umfasst das Repertoire des Quartetts Werke des 17. und des 18. Jahrhunderts, von früher englischer Musik bis zur Wiener Klassik. Das Ensemble unternimmt Konzertreisen in alle Welt, tritt regelmäßig bei internationalen Festspielen auf und arbeitet seit einiger Zeit an einem Kompendium von Triosonaten des 17. und 18. Jahrhunderts.

PROGRAMM

Arcangelo Corelli (1653 – 1713)

Sonata in D op. 1/12 (1681)

Henry Purcell (1658 – 1695)

Aus der Schauspielmusik zu „Oedipus, King of Thebes"

Aus der Schauspielmusik zu: „The Enchanted"

François Couperin (1668 – 1733)

Le Parnasse ou L'apothéose de Corelli – Grande Sonate

Henry Purcell (1658 – 1695)

Suite aus „The Fairy Queen"

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Triosonate Nr. 6 in G nach der Orgelsonate BWV 530

Marin Marais (1656 – 1728)

Tombeau pour Mr de Ste. Colombe La Guitare

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

„Tu fedel? Tu costante?" HWV 171

Kantate für Sopran und Streicher

Kartenvorverkauf

Konzertkarten sind in der Tourist Information der Stadt Dachau, Konrad-Adenauer-Straße 1, 85221 Dachau, Tel. 08131-75-286/287, sowie bei jeder Vorverkaufsstelle von München Ticket (www.muenchenticket.de ) und bei I Love Tickets erhältlich. Die Kartenpreise liegen je nach Kategorie zwischen 20,-- und 29,-- EUR.

 

Jan
24
8:31 Uhr

Dachauer Kultur-Schranne im Februar

Von Kulturamt Dachau in Kultur.DAH@lokaliz

Am Donnerstag, 2. Februar findet der nächste Schrannen-Slam statt. Namhafte PoetInnen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum sowie mutige Dachauer Literaten performen beim Poetry Slam auf der Bühne der Kultur-Schranne und geben alles im Kampf um die Gunst des Publikums. Eintritt 5 EUR (nur Abendkasse, 120 Karten), keine Sitzplatzgarantie, keine Tischreservierungen möglich.

Phil VetterAm Samstag, 11. Februar kommt Phil Vetter erstmals mit kompletter Band nach Dachau. Der gebürtige Dachauer präsentiert sein neuestes Album „Karate", das im Januar erschienen ist. Phil Vetter hat auf seinem vierten Longplayer den gängigen Singer/Songwriter-Stil völlig zerdroschen, hat ihn allem Folk, jeglicher Gefühlsduseligkeit, allem streng akustischen beraubt und dabei ein farbenprächtiges, wunderbar facettenreiches Pop-Werk geschaffen. In enger Zusammenarbeit mit dem argentinischen Produzenten Francisco Perez Mazon hat er programmiert und drüber getrommelt, er hat geschnibbelt, verzerrt, verbogen, gefiltert und Fantasiewesen sprechen lassen. Deutsch und englisch wurden gemischt, musikalische Richtungen von Song zu Song gewechselt. Ganz selbstverständlich, weil er keine roten Fäden neben seiner unverkennbaren Stimme und seinem eigenwilligen Stil braucht. Eintritt 8 EUR (nur Abendkasse).

Thorsten SoosEine Hommage an die Beatles und Joni Mitchell gibt es am Freitag, 24. Februar mit der Jazz-Band Big Yellow Taxi. Kurt Härtl und Thorsten Soos stehen seit 20 Jahren in den unterschiedlichsten Formationen zusammen auf der Bühne. In Ihrem aktuellen Projekt interpretieren die Musiker ausschließlich die Werke der Popgiganten aus Liverpool und der kanadischen Songwriterlegende Joni Mitchell. Für diese Konzertreihe konnten sie die außergewöhnliche Künstlerin Lisa Wahlandt gewinnen. Sie wird mit ihrem sensiblen und gleichermaßen authentischem Gesang dem Abend die besondere Note verleihen. Unterstützt wird die Formation von den erfahrenen Jazzmusikern Helmut Sinz am Piano und Akkordeon und Stephan Staudt an der Percussion. Eintritt 10 Eur (nur Abendkasse).

Einlass ist bei allen Veranstaltungen um 18 Uhr, Beginn 20 Uhr.

 

Jan
30
7:49 Uhr

Luja- und-Prost-Führung gestoppt

Von Edgar Forster in Kultur.DAH@lokaliz

Wie zu erfahren war, hat die Stadt Dachau den Key-Club völlig überraschend geschlossen. Deshalb können die Führungen Luja und Prost auf einige Zeit nicht mehr abgehalten werden. Rechtliche Schritte dagegen sind eingeleitet.

Der im städtischen Touristikamt gezahlte Teilnahmepreis wird zurückerstattet.

 

Jan
24
7:30 Uhr

Glanz und Glamour beim Start in den Fasching

Von FAschingsgesellschaft Dachau in Kultur.Dachau@lokaliz

Dachauer Prinzenpaar 2012Am Samstag, 14. Januar, war es wieder soweit – die Faschingsgesellschaft Dachau ist mit dem Inthronisationsball ihrer Prinzenpaare in die neue Saison gestartet.

Im passend zum Motto „Hollywood" dekorierten, bis auf den letzten Platz ausverkauften Thoma-Haus begrüßten Michaela Zachmann, 1. Vorsitzende und die 2. Vorsitzende, Mirjam Meier, die anwesenden Gäste, bevor sie das Mikrofon an den Hofmarschall Erik Kunert übergaben, der locker durch die Inthronisation des Kinderprinzenpaares Nico I. und Ellen I. führte. Die beiden Zwölfjährigen leidenschaftlichen Tänzer schwebten nicht nur bei ihrem Walzer über das Parkett und zeigten in ihrem Showteil zu „What a feeling" ihr Können, sondern meisterten auch ihre Reden souverän. Ebenfalls nicht untätig in den letzten Monaten waren die beiden Funkenmariechen, die Garde und die Showgruppe „Black Pearls", die genauso strahlten wie das Prinzenpaar, als das Publikum sie für ihre Darbietungen mit reichlich Applaus belohnten.

Im Anschluss kam der große Auftritt für Prinz Valentin I. und Prinzessin Jennifer I., die genauso wie die Garde in schillernden gold-schwarzen Kostümen glänzten. „Wir gehen goldigen Zeiten entgegen" sagte dann auch Bürgermeister Claus Weber in seiner Rede, nachdem er Prinz Valentin den Rathausschlüssel übergeben hatte.

Nach dem Gardetanz auf die Titelmusik von „Fluch der Karibik" durften dann auch endlich Valentin I. und Jennifer I. ihr Können unter Beweis stellen. Beim Prinzenwalzer – auf die Melodie „Once upon a december" aus dem Disney-Film „Anastasia" - zeigten sie eine gefühlvolle Choreographie mit vielen Hebefiguren und schwierigen Drehungen und begeisterten damit das Publikum.

Im Showteil tanzten sich die „Dancing Diamonds" locker und spritzig durch bekannte Filmtitel wie z. B. Footloose, Blues Brothers oder Dirty Dancing.

Zwischen den Programmpunkte spielte die Showband „Royal Five" und sorgte für eine volle Tanzfläche. Außerdem konnten die Gäste tolle Preise bei der Tombola gewinnen.