Aug
09
9:46 Uhr

Jugendarbeit in Tracht: Tradition und Moderne treffen beim Verein D'Ampertaler in der Jugendarbeit aufeinander

Von KJR Dachau in Jugend.DAH@lokaliz

Jugendarbeit in Dachauer TrachtBei der Trachtenjugend des Trachtenerhaltungsvereins „D'Ampertaler" treffen moderne Jugendarbeit und traditionelle Bräuche zusammen. Was auf den ersten Blick nicht so recht zusammen passt, funktioniert bei der Trachtenjugend gut. Etwa 55 Kinder und Jugendliche sind in der Jugendorganisation Mitglied, die Teil des Kreisjugendrings Dachau (KJR) ist. Der Gesamtverein hat gut 400 Mitglieder. Die Altersspanne reicht dabei vom Kindergartenalter bis Mitte zwanzig. Dazwischen liegt das „kritische Alter", wie es Jugendleiterin Evi Wittmann beschreibt. Sie teilt sich die Jugendarbeit mit ihren Kollegen Lothar Mann und Brigitte Pfeiffer seit vielen Jahren. Alle drei werden von den Jugendlichen demokratisch für zwei Jahre in ihre Ämter gewählt.

Jugendarbeit in Dachauer TrachtImmer mehr Jugendliche würden Tracht, bzw. Dirndl und Lederhosn wieder tragen – zumindest auf Volks- und Vereinsfesten. Immer wichtiger wird im Trachtenerhaltungsverein aber auch die Förderung der bayerischen Mundart, wie Wittmann erklärt. „Wir achten darauf, dass wir Dialekt sprechen, weil in Tracht hört sich ein „Tschüss" doch etwas komisch an", meint die Jugendleiterin. Immerhin sei nicht nur Natur- und Denkmalschutz Aufgabe eines zeitgemäßen Vereins, sondern auch das Kultivieren der Sprache. Die bayerische Mundart treffe, so ist Evi Wittmann fest überzeugt, auf positive Resonanz: „Bayerisch gefällt den meisten gut, sonst würden die Leute nicht Dirndl und Tracht tragen". Einen Zwang gebe es deshalb natürlich auch bei den Ampertalern nicht. Ganz allgemein beurteilt Wittmann die Lage für die Jugendarbeit in Vereinen gemischt. „Die Zeit wird aufgrund höherer Anforderungen in der Schule immer knapper, das übrige Freizeitangebot ist so groß", sagt sie. Deshalb bieten die Ampertaler ihren jungen Mitgliedern neben den Vereinsabenden und Übungsstunden auch gemeinsame Ausflüge und Aktionen an. Das Highlight der Vereinsarbeit steht in knapp einer Woche an: Der Aufzug zum Dachauer Volksfest, an dem die meisten der jungen Mitglieder teilnehmen. Bis aber bei Auftritten und Veranstaltungen alles klappt stehen für Evi Wittmann, Lothar Mann und Brigitte Pfeiffer noch jede Menge Telefonate an. „Trotzdem bleibt es im Rahmen und Spaß macht es ja auch", sagt Wittmann zufrieden.

 

Jul
29
7:16 Uhr

Integration der Kinder aus der Asylbewerberunterkunft im AWO Kinderhaus Augustenfeld

Von KiHa Augustenfeld in Jugend.Dachau@lokaliz

Kinderhaus Augustenfeld

Die Kinder aus dem Asylantenheim Dachau konnten sich das ganze letzte Schul- und Hortjahr im AWO Kinderhaus Augustenfeld gemeinsam mit 80 Hortkindern vergnügen. Die Kinder besuchen gemeinsam die Grundschule Augustenfeld und wurden von ihren Klassenkameraden in den Hort der Arbeiterwohlfahrt eingeladen. Hier verbrachten sie ein Mal im Monat gemeinsam einen erlebnisreichen Tag. Beim letzten Besuch amüsierten sich alle Kinder bei dem Stück „Zahnarztbesuch" des Kasperletheaters. Das Ziel dieses Projektes besteht darin, den Kindern aus der Asylbewerberunterkunft Abwechslung und vor allem die Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Durch die Besuche werden Kontakte unter den Kindern geknüpft und es entstehen Freundschaften, die ansonsten wahrscheinlich nicht zustande kommen würden. Da die Asylbewerberunterkunft in Dachau abgelegen liegt, leben die Bewohner und auch ihre Kinder eher isoliert. Für die Unterstützung bedanken wir uns herzlich bei dem Verein Asyl e.V., insbesondere bei Frau Wolfsmüller. Sie hat die Besuche koordiniert, die Übersetzung des Formulars für die Familien gemanagt und die Kinder nach dem Hortbesuch gemeinsam mit anderen aktiven Müttern wieder in die Unterkunft gebracht. Für das pädagogische Personal steht das Gemeinsame im Vordergrund und wir sehen es als unsere Aufgabe, die Integration zu leben.

 

Jul
13
8:03 Uhr

Wolfgang Muscat ist seit April für die Jugendarbeit der Friedenskirche zuständig

Von KJR Dachau in Jugend.DAH@lokaliz

Wolfgang MuscatVor drei Monaten ist Wolfgang Muscat in der Dachauer Friedenskirche in große Fußstapfen getreten – in die von Religionspädagoge Norbert Elter. Der 35-jährige Diakon ist seit April für die gesamte Jugendarbeit in der Gemeinde zuständig, jedoch nur noch mit einer halben Stelle. Die restliche Zeit widmet er sich der Jugendarbeit der Gnadenkirche in Dachau-Ost und der Korneliuskirche Karlsfeld. Seit 2008 war Muscat bereits Diakon in den anderen beiden Gemeinden und Mitglied im Vorstand des Kreisjugendrings Dachau (KJR) – hat das Amt jedoch mit der neuen Stelle aufgegeben. „Erst mal muss die neue Stelle richtig laufen, dann kann man überlegen, ob man sich zusätzlich engagiert", erklärt er.

„Ich habe ein bestelltes Feld vorgefunden und super engagierte Ehrenamtliche", erzählt Wolfgang Muscat sichtlich stolz. Aber auch seine Jugendleiter in den anderen beiden Gemeinden lobt er! Sein Büro hat er im Kinder- und Jugendhaus der Friedenskirche. Es steht den Jugendlichen offen – etliche von ihnen haben auch einen eigenen Schlüssel. Angst vor Sachbeschädigungen hat der Hauptamtliche trotzdem nicht: „Es ist ihr Haus, da passt man schon auf." Mit dem Personalwechsel hat sich die grundsätzliche Ausrichtung der Jugendarbeit aber nicht viel geändert. „Ich schaue mir alles erst mal an, reflektiere mit dem Team und bei Bedarf stellen wir die Schrauben dann anders", sagt Muscat von sich.

Aktiv sind in der evangelischen Jugend, die Mitglied im KJR ist, rund 30 Jugendliche in drei Jugendgruppen. Hinzu kommt eine Vielzahl von Konfirmanden. Die Teams, die Fahrten, Freizeiten und Aktionen organisieren, wechseln dabei stark. „Manche studieren, die kommen nicht oft, packen dann aber mit an", weiß Muscat. Unabhängig von Aktionen treffen sich die Aktiven jeden Montag im Kinder- und Jugendhaus zum quatschen, spielen und Freunde treffen. Alle Jugendleiter sind zusätzlich im so genannten Mitarbeiterkreis der Gemeinde eingebunden. „Teilweise sind sie Teilnehmer, wollen aber auch mitgestalten", beschreibt es der Diakon. Vorsitzender des Gremiums ist z.Zt. Richard Seidl. Für ein Jahr wählen die Jugendlichen ihren Chef. Der Zeitraum ist dabei bewusst so kurz gewählt: Einerseits wechseln bei jungen Leuten die Lebensumstände schneller, andererseits sollen möglichst viele Mitglieder einmal Verantwortung übernehmen. Von Nachwuchssorgen kann Muscat daher im Vergleich zu manch anderer Kirchengemeinde nicht sprechen. „Die Jugendgruppen drängen nach", erzählt er. Auch deshalb setzt Wolfgang Muscat zusammen mit dem Kirchenvorstand auf eine engere Zusammenarbeit aller evangelischen Gemeinden im Landkreis in der Jugendarbeit. So fahren heuer Mitglieder der Gnadenkirche auch bei Freizeiten der Friedenskirche mit und umgekehrt. „Die Leute engagieren sich über die Gemeindegrenzen hinweg", lobt Muscat.

Jul
13
8:17 Uhr

Jugendleiter im Mittelpunkt: Jugendrat organisiert Jugendleiterempfang im Rathaus

Von Dachauer Jugendrat in Jugend.DAH@lokaliz

Fast 100 Jugendleiter folgten der Einladung des Jugendrats zum Dachauer Jugendleiterempfang in das Foyer des Rathauses.  Der Jugendrat der Stadt Dachau hat am Freitagabend alle in Dachau ehrenamtlich tätigen Jugendleiter zu einem festlichen Empfang in das Foyer des Rathauses eingeladen. Fast 100 Ehrenamtliche jeder Altersgruppe folgten der Einladung des Jugendparlaments. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Thementisch „Jugend" der integrativen Stadtentwicklung und dem Kreisjugendring Dachau (KJR) statt. Ziel war, den Kontakt zwischen Jugendrat und Jugendorganisationen zu intensivieren, sowie ein Dank für den Einsatz der Aktiven auszusprechen. „Die Jugendleiter stehen heute im Mittelpunkt", sagte Jugendratssprecher Sebastian Leiß in seiner Laudatio. Er dankte den Aktiven für ihren Einsatz, erklärte aber auch, dass „wir so schön über das Ehrenamt sprechen, in Wahrheit aber Feste, Fortbildungen und Fahrten von jemandem organisiert werden wollen". Auch Bürgermeister Claus Weber (FW) und Jugendreferentin Luise Krispenz (Grüne) dankte den Anwesenden für ihren jahrelangen Einsatz. Dankten den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz: Von links Markus Erhorn (Pate Thementisch Jugend), Sebastian Leiß (Sprecher des Jugendrats), Luise Krispenz (Jugendreferentin des Stadtrats) und Claus Weber (Bürgermeister).   Markus Erhorn, Pate des Thementischs warb dafür, sich zu engagieren und für seine Ideen einzusetzen. Nach Sektempfang und Abendessen präsentierte die neu gegründete Jugendtheatergruppe „Libertéater" das Stück „Das Floß der Medusa" auf dem Stufen des Foyers. Zuvor hatte Peter Pause mit Band für die musikalische Umrahmung gesorgt. Im Anschluss rockte die Erdweger Nachwuchsband „Foolish Fellowship" bis zum Ende des Empfangs. Dabei knüpften die Gäste in entspannter Atmosphäre Kontakte – das Foyer wurde von Scheinwerfern orange ausgeleuchtet. Jugendleiter und Jugendrat zeigten sich mit dem Empfang sehr zufrieden. Unterstützt wurde der Empfang von der Stadt Dachau, Sparkasse Dachau, Maierbräu Altomünster und der Gaststätte Wahnsinn.

Die Jugendtheatergruppe "Libertéater" präsentierte auf dem Jugendleiterempfang das Stück "Das Floß der Medusa".    Zum Abschluss des Abends rockte die Erdweger Band "Foolish Fellowship" auf dem Dachauer Jugendleiterempfang im Rathaus.

Jun
29
8:48 Uhr

Juku will Übergangslösung: Initiative will kurzfristig Räume finden / Helmut Burch neu im Vorstand

Von KJR Dachau in Jugend.DAH@lokaliz

Juku VorstandDie Initiative Jugendkulturzentrum Dachau (Juku), die sich zum Ziel gesetzt hat, für Stadt und Landkreis Dachau ein Jugendkulturzentrum zu realisieren, will nun kurzfristig ernst mit der Realisierung der aus ihrer Sicht dringend benötigten Einrichtung machen. Eine Übergangslösung soll gefunden werden. Dazu hat die Juku-Initiative auf ihrer Mitgliederversammlung ein alternatives Realisierungskonzept einstimmig gebilligt. Neu ist, dass es eine Übergangslösung vorsieht. Seit fast fünf Jahren pocht die Gruppe auf eine Schaffung der Räume auf dem MD-Areal in der Innenstadt. Doch getan hat sich seitdem wenig. »Für uns ist die MD noch immer ein guter Standort, aber wegen der Zeitproblematik suchen wir eine vorübergehende Lösung«, erklärte Juku-Vorsitzender Sascha Goertz. Das neue Konzept sieht er mehr als Ergänzung des alten aus dem Jahr 2009, als ein völlig neues Konzept.

Das provisorische Juku soll, so die Idee der Initiative, ähnliche vielfältige Möglichkeiten zur Entfaltung bieten wie das normale Juku - nur auf kleinerem Raum. Goertz machte deutlich, dass eine Übergangslösung nicht zur Dauerlösung werden dürfe. »Es handelt sich definitiv um ein zeitlich begrenztes Pilotprojekt«, so der Vorsitzende. Er kündigte an, dass der Vorstand nun intensiv nach geeigneten Räumlichkeiten suchen werde. »Vielleicht ergibt sich in Kürze etwas«, meinte Goertz.

Neu in den Vorstand wählten die Juku-Mitglieder Helmut Burch, da Clemens Kreusch und Martina Zubrinic aus persönlichen Gründen den Vorstand im Frühjahr verlassen hatten. Der 28-jährige ist Gemeindejugendpfleger und pädagogischer Mitarbeiter des Kreisjugendrings Dachau (KJR).