Apr
23

EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren

Monsanto 0001Bei manchen Nachrichten fehlen einem fast die Worte..!

via deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

Die Europäische Kommission will den Landwirten und Gärtnern in Zukunft die Verwendung von Einheits-Saatgut vorschreiben. Alte und seltene Sorten haben kaum Chancen auf eine Zulassung, ihr Anbau wird strafbar - auch wenn er im privaten Garten erfolgt ! ... Geht es nach den Plänen der Kommission, dürfen Kleinbauern oder Privatleute ihr selbst gezüchtetes Saatgut in Zukunft nicht einmal mehr verschenken. ... Beim Tausch nicht zugelassener Saatgut-Sorten drohen hohe Strafen..!

>>Die EU-Kommission arbeitet an einer Neuregelung des europäischen Saatgut-Marktes in Form einer Verordnung. Damit wird eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom Juli 2012 verrechtlicht: Landwirte dürfen nur mehr amtlich zugelassenes Saatgut verkaufen. Bisher waren alte und seltene Saatgut-Sorten ausgenommen, die in althergebrachter Tauschwirtschaft gezüchtet und in meist kleinen Mengen gehandelt wurden. Geht es nach den Plänen der Kommission, dürfen Kleinbauern oder Privatleute ihr selbst gezüchtetes Saatgut in Zukunft nicht einmal mehr verschenken.

Viele konventionelle Gemüse- und Getreidesorten werden damit aus dem Anbau verschwinden, kritisieren österreichische Umweltorganisationen. Die verpflichtende Registrierung aller Sorten würde zu einer kompletten Vereinheitlichung führen. Die kleinstrukturierte Landwirtschaft ist damit vollständig von der Saatgut-Weitergabe ausgeschlossen, heißt es im Begleittext zu einer gemeinsamen Petition von Arche Noah und Global 2000. Für sie sei das Zulassungsverfahren für Saatgutarten mit unüberwindbaren bürokratischen und finanziellen Hürden verbunden. Zudem befürchten die Umweltschützer eine strenge amtliche Überwachung. Beim Tausch nicht zugelassener Saatgut-Sorten drohen hohe Strafen.     

Monsanto im Garden mit EU-Hilfe Foto FlickrAugapfel

Profiteure der Normierung sind allein die Lebensmittel-Konzerne, die schon jetzt den Großteil des Saatgut-Marktes unter sich aufteilen (hier). "Große Biotech-Konzerne wie Monsanto versuchen, so viele Patente wie möglich auf Lebensmittel zu erlangen." Seit Jahren macht die Lobby der Agrarindustrie in Brüssel Stimmung für einen weiteren Schritt in Richtung Saatgut-Kartell. Ziel ist die Kontrolle der gesamten Lebensmittelproduktion (!) durch einige wenige Großkonzerne. Schon heute werden kleinere Konkurrenten mittels Anzeigen von Monsanto & Co. dazu gezwungen, ausschließlich ihr Saatgut zu kaufen. In Zukunft drohen nun auch Verwaltungsstrafen.

Der Konsument habe kaum mehr eine Wahlfreiheit, was auf seinem Teller landet, heißt es in einem offenen Brief von mehr als einem Dutzend Europäischer Umweltschutzorganisationen an Kommission und EU-Parlament. Weniger Vielfalt heiße auch weniger Farben und Geschmäcker, und schlussendlich weniger Lebensmittelqualität. Gefordert wird eine komplette Neuausrichtung des nun laufenden Reformprozesses. Saatgutanwendern müsse eine größere Sorten-Vielfalt zu Verfügung stehen, insbesondere Arten, die an lokale Bedingungen angepasst sind. Dies würde dazu beitragen, den Verbrauch an Pestiziden, Düngemitteln und Wasser zu reduzieren und die Verschmutzung von Böden und Wasser einzudämmen.

Initiativen wie jene der Umweltorganisationen oder ein entsprechender Antrag der Grünen im österreichischen Nationalrat werden aber wohl wirkungslos bleiben, solange nicht mehrere Mitgliedsstaaten gegen die geplante Verordnung auftreten. Noch ist der Beschluss nicht umgesetzt. Die EU-Kommission soll am 6. Mai ihren Entwurf vorlegen, danach muss sich das EU-Parlament damit beschäftigen.

Sollte das Parlament die Verordnung durchwinken, dürfen auch Privatleute ihre eigenen Obst- und Gemüseprodukte nicht mehr verbreiten, wenn sie nicht den Wünschen von Firmen wie Monsanto und ihren EU-Normen entsprechen.

Es ist bezeichnend für die mangelnde demokratische Legitimation der EU, dass solche grundlegenden Entscheidungen durchgezogen werden, ohne dass die Bürger davon etwas mitbekommen. Ist die Verordnung einmal beschlossen, sind die Lebensmittel-Konzerne im Recht und die Bürger in der Defensive und werden größte Schwierigkeiten haben, die gesetzlichen Regelungen wieder rückgängig zu machen.

Die Abgeordneten des Europa-Parlaments dürften den Antrag zur Verordnung nicht einmal gelesen haben.

Sie kaufen ihre Lebensmittel im Supermarkt.<<

Was diese "Terroristen" da machen, hat mit Nahrungs- und Lebensmitteln im Sinne der Worte rein gar nichts mehr zu tun! - Das ist einfach nur...

umweltgifte

 

 

 

 

 

Meint Die LokalIZ.de - DEINE BürgerZeitung

(Zur Quelle: Dem Artikel und anderen weiterführenden Links geht es unter dem Link ganz oben!  Bilder: Flickr/Augapfel, Facebook.com/de)

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Weiterführende Links zum Thema:

Saatgut-Vielfalt schützen und fördern & die Petition auf Campact.de unterschreiben... - Danke!

Die Hobby-Gärtner sind wütend: Sie fürchten, dass die EU künftig regelt, ob sie eigenes Saatgut tauschen oder verschenken dürfen. Konzerne wie Monsanto, Dupont und Syngenta hingegen könnten ihre Macht vergrößern. Denn bei dem Streit geht es um viel mehr als nur Saatkörner. - via Suededeutsche.de

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will alte Sorten von Obst und Gemüse schützen. Deshalb lehnt sie Pläne der EU ab, dass auch Kleingärtner künftig nur noch zugelassenes Saatgut verwenden dürfen. - via handelsblatt.com

>>Die Europäische Kommission plant, pflanzlichen Pollen in Honig neu zu definieren. Bisher gilt er als Zutat, nach dem Willen Brüssels soll er künftig jedoch als „natürlicher Bestandteil“ eingestuft werden. Auch Honig, der Spuren von gentechnisch veränderten Pflanzen enthält, dürfte dann ohne Kennzeichnung verkauft werden. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs verhindert dies bislang.<< EU-Juristen: Pläne zu Gentechnik-Honigrechtswidrig“, Pollen von Gentech-Pflanzen keinnatürlicher Bestandteil“ - via keine-gentechnik.de

 

Alzheimer, Parkinson, Krebs...

Die Nr. 1 der Herbizide könnte Ursache sein. Neue Studie zu Glyphosat - via keine-gentechnik.de

>>Das weitverbreitete Spritzmittel Glyphosat könnte Krankheiten wie Alzheimer, Diabetes, Unfruchtbarkeit und Krebs den Weg ebnen. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich im Wissenschaftsmagazin Entropy veröffentlichte Studie. Fazit: Das Herbizid sei ein „Lehrbuchbeispiel“ dafür, wie solche Gifte natürliche Gleichgewichte stören.<<

 

Percy Schmeiser - "David gegen Monsanto“ Dokumentarfilm

>>Stellen Sie sich vor, ein Sturm weht über Ihren Garten und ohne Ihr Wissen und ohne Ihre Zustimmung sind nun fremde, genmanipulierte Samen in Ihrem jahrelang gepflegten und gehegten Gemüsebeet. Ein paar Tage später kommen Vertreter eines Multikonzerns zu Ihnen nach Hause, fordern Ihr Gemüse und erstatten gleichzeitig Strafanzeige in Höhe von EUR 20.000,00 wegen widerrechtlicher Nutzung patentierter genmanipulierter Samen. Und: Das Gericht gibt dem Konzern Recht! Doch Sie kämpfen...<<

- via denkmal-film.com

 

>>Es geht um Grundsatzfragen - etwa, was Bauern noch anbauen können, welche Wahlfreiheit haben Wir Konsumenten beim Essen: „Welches Saatgut ist noch erhältlich, und was landet am Ende des Tages auf unseren Tellern?“<<

Jahrelanges Lobbying der Agrarkonzerne - Seit etwa fünf Jahren wird an einer Überarbeitung des EU-Saatgutverkehrsrechts gearbeitet. - via news orf.at


>>Monsanto, mit Gift und Genen (Originaltitel: Le monde selon Monsanto) ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2008 von Marie-Monique Robin. Der Film beleuchtet die Produkte und Geschäftspraktiken des US-amerikanischen Konzerns "Monsanto Chemical Works" und erkundet das Reich des weltweiten Marktführers für Biotechnologie. Dem Engagement auf diesem Gebiet verdankt "Monsanto" auch, dass es zum umstrittensten Unternehmen des modernen Industriezeitalters wurde, stellte es doch das im Vietnamkrieg zu trauriger Berühmtheit gelangte Herbizid "Agent Orange" her. Heute sind 90 Prozent der angebauten gentechnisch veränderten Organismen "Monsanto"-Patente. Diesen Umstand halten viele für bedenklich.<<


Monsanto - Ein Konzern der Gott spielen darf (8:22 min)

Informative Berichte auch in Bild & Ton, findest Du z. B. in den Archiven der Onlineaktivisten.de

>>Und selbstverständlich müssen wir auch die 3 deutschen und 1 schweizerischen Global Player der Agrogentechnik unter die Lupe nehmen... - Wen das Thema interessiert, Vorsicht schwere Kost!<<

 

Und die Moral von der Geschicht... - Wir wollen dieses Futter nicht!

Deshalb machen Wir verstärkt Politik auf der Straße und Für die Menschen... - Kommt zu den zahlreichen Aktionen gegen diese "Lebensmittel-Mafia" am 25. Mai 2013 und verleiht Euren Simmen ein Gewicht, besonders auch bei den diesjährigen Wahlen - DANKE!

"Denn Politik machen, kann richtig Spaß machen..." - Kann man mal drüber nachdenken!

Monsanto Demo-MUC-25-05-2013

 

 

 

 

 

 

 

>>Wir demonstrieren am 25.05. weltweit gegen Monsanto & Co. und deren offenkundig korrupten globalen Machenschaften. Auch in MÜNCHEN gehen wir AUF DIE STRASSE, Infos folgen!<<

Diese HauptAktion hier in Bayern findest Du als Info & Möglichkeit auch auf Facebook, und hier gibt´s auch ein Deutschsprachiges Statment dazu und eine Aufstellung der Veranstaltung weltweit

Was aber noch viel effektiver & effizienter sein kann, ist Deine eigene Motivation & Fähigkeit, diese zusammen mit Freunden in eine gemeinsame Aktion einzubringen (egal wie groß oder klein) und dann mit Eurer Botschaft unter´s Volk zu bringen. Bei Dir lokal und vor Ort - Jeder für sich und doch alle zusammen, und somit überall..!

Dafür ist Die LokalIZ.de - DEINE BürgerZeitung ein prima Transporter, der Dich gerne dabei unterstützt um Deine & Eure eigene und gemeinnützige Aktion zu verbreiten!

Kann man mal drüber nachdenken...

Wichtig ist...

"Sprecht darüber, sagt es weiter und findet Euch zusammen... - Denn gemeinsam sind Wir..? - GENAU!"

Wer also z. B. in und um Dachau möglicherweise Interesse hat sich an der Organisation einer Solchen aktiv einzubringen, der darf sich sehr gerne unter  JLIB_HTML_CLOAKING melden und wir können mal darüber sprechen, ggf. zusammen etwas auf die Beine zu stellen. Oder macht einfach Euer eigenes Ding... - auch prima!

Alle Anderen vernetzen sich vor Ort z. B. über die LokalIZ.de bitte selbst, danke!

 

"Dies ist also eine Einladung... - Nicht mehr, doch auch nicht weniger!"


Mit nem schönem Gruß an JederMann & Frau

von Der LokalIZ.de - DEINER BürgerZeitung

Geschrieben von Jörg Brüggemann. Veröffentlicht in Nachrichten