Nov
27
14:46 Uhr

Kirchenchor mal anders

Von Theresa Wirthmüller in FSJ in Tansania.Dachau@lokaliz

Um in Karatu auch private Kontakte aufzubauen, haben wir beschlossen, Annettes Idee, in den großen Kirchenchor der lutherischen Kirche einzutreten.

Nach einer Probe im Frauenchor war schon klar, dass wir zu den jüngeren Leuten wollen. Die nächste Probe eine Woche später haben wir uns dann zum gemischten Chor dazugesellt, uns vorgestellt und erzählt, dass wir für ein halbes Jahr in Karatu bleiben und gerne mitsingen würden. Ich glaube außer einem der Chorleiter, hat uns keiner geglaubt, dass wir das ernst meinen. Doch wir waren jede Probe da, haben angefangen Lieder abzuschreiben und mitgetanzt, so gut wir konnten. Nach und nach sind die anderen neugierig geworden, haben uns nochmal nach unseren Namen gefragt und angefangen uns zu helfen und aufzunehmen. Nach der ersten Woche Probe ging es gleich ans Eingemachte. Wir sollten am Sonntag bei einem Auftritt mitsingen. Ohne den Text zu können und ohne zu wissen, wo wir überhaupt singen haben wir uns darauf eingelassen, weil wir uns dachten, jetzt oder nie und irgendwie sowieso keine Wahl hatten.

Nach der Kirche wurden wir zu Chai und Brot eingeladen, und sind am Nachmittag mit dem Chor quer durch die Stadt zu einem Park, genannt „Mazingira Bora" (beste Umwelt), gelaufen. Da haben sich nach und nach Mitglieder der Lutherischen Kirche und der Wiedergeborenen Christen eingefunden, um zusammen zu feiern und zu beten.Und eins kann ich sagen, das sieht hier ganz anders aus als bei uns. Jesus ist der Superstar, und alle sind da um ihn anzujubeln.

Als einzige Weiße sind wir natürlich nicht unentdeckt geblieben und wurden gleich aufgerufen doch ein paar Dollars zu spenden. Als dann der ganze Chor mit uns gelacht hat, gehörten wir irgendwie schon zu ihnen. Wir haben getanzt und ein paar Worte mitgesungen, waren aber natürlich total unvorbereitet und es war uns nicht wirklich das größte Vergnügen. Trotzdem fanden die anderen es alle cool, dass wir wirklich mitgemacht haben. Die Veranstaltung fand zu Ehren eines Produzenten statt, der alle anwesenden Chöre schon aufgenommen hat. Da wird dann schon mal ein Gebet an den Herrn gerichtet, in dem es heißt „Danke Gott, für die Erfindung des Aufnahmegeräts!".

Jetzt sind wir schon drei Wochen dabei, Teil der Gruppe, werden auf der Straße von Chormitgliedern angesprochen und herzlichst begrüßt und gehen nach jeder Probe zufrieden und glücklich nach Hause.

Diese Woche waren wir wegen der Arbeit nicht ganz so oft in der Probe, wurden aber am Freitag zu der Konfirmationsfeier der Tochter eines Chormitglieds eingeladen. Wir wussten bis zum Zeitpunkt als wir den Chor getroffen haben nichts davon und dachten es wäre Probe wie immer. Und dann wurde uns gesagt, kommt mit auf dem Pickup wir fahren jetzt zu einer Party. Und da waren wir, in den Klamotten, die wir uns schnell übergeschmissen haben, weil es kalt und verregnet war. Alle anderen schick, weil sie schon in der Kirche bei der Messe gesungen hatten. Im Garten von Selina war ein Zelt aufgebaut, es gab Musik, Essen, Tanz und wir zwei Mädels standen da, im Schlamm mit unseren Wanderstiefeln und wussten gar nicht, wie uns geschieht und wie wir überhaupt hergekommen sind, aber es war ein weiterer spannender Nachmittag mit dem Chor und ich glaube wir haben die Probezeit jetzt bestanden.

Heute das zweite Mal in der Kirche mitgesungen, nächste Woche schon ein großer Auftritt in Moshi bei der Priesterfeier. Auch wenn hier sonst alles ganz gemächlich läuft, im Kirchenchor ist alles genauestens organisiert. Wir versuchen irgendwie die Texte ganz schnell in unsere Köpfe zu kriegen, damit wir nächste Woche nicht auch noch wegen Textunsicherheiten auffallen, reicht ja das exotische Äußere.

 

Nov
02
19:58 Uhr

1. Monat in Tanzania

Von Theresa Wirthmüller in FSJ in Tansania.Dachau@lokaliz

Die ersten zwei Arbeitswochen liegen hinter uns, wir haben uns, langsam aber sicher, eingewöhnt und wissen „Wie der Hase läuft". Ganz zu Beginn noch als Schüler, seit letzter Woche schon als Lehrer im Einsatz.

Begonnen haben wir mit der „Ausbildung" bei Richard, unserem Chef.

Lektion 1: „Feld im Sack". Wie legt man am besten einen kleinen Garten mit Hilfe von Steinen, Erde und Kompost, in einem alten Getreide-Sack an? Wasser sparen und Schutz vor Tieren sind die wichtigsten Ziele dieser Erfindung, und tatsächlich hat unser Probe-Spinatpflänzchen überlebt.

Lektion 2: „Energiespar-Ofen" . Einen Ofen oder eine Herdplatte aus Lehm, oder anderem geeigneten Material bauen, und zwar so, dass dieser wenig Feuerholz braucht und am besten kaum Rauch erzeugt.

Lektion 3: „Baumschule" . Einen Vormittag haben wir zusammen mit drei tansanischen Frauen die Töpfe (hier Säcke) für Samen vorbereitet, die später einmal Bäume werden sollen.

Lektion 4: „Flaschenhaus". Die Müllabfuhr oder ähnliches gibt es hier nicht, aber dafür jede Menge Plastikmüll. Um den Leuten zu zeigen, wie man diesen verwerten kann, bauen wir aus Plastikflaschen und Dosen eine Hütte, die gleichzeitig auf unser Büro aufmerksam machen soll.

Lektion 5: „Pole Pole" (langsam). Alles dauert hier ein bisschen länger. Ob es darum geht eine einfache Entscheidung zu treffen, wie zum Beispiel: Kaufen wir neue Schnur, um das Flaschenhaus weiter zu bauen? Oder die Wochenplanung, die dann meistens doch nur in den möglichen Aktivitäten des nächsten Tages endet. Man überlegt und diskutiert ein bisschen, führt aber nur selten einen Gedanken wirklich zu Ende.

Da waren wir doch relativ erstaunt, als wir den Trip zum Lake Eyasi tatsächlich gemacht haben. Geplant waren zwei Wochen, geblieben sind wir 4 Tage. Aber in diesen vier Tagen haben wir so viel gesehen, gelernt und geschwitzt, dass diese völlig ausreichend waren. Von unserem Guesthouse aus ging es am ersten Tag in eine naheliegende Primary School, wo wir uns und unser Projekt den Kindern und Lehrern vorgestellt haben. Den zweiten Tag haben wir um 5 Uhr morgens mit einer Tagestour durch die Steppe zu dem Hadzabe-Buschvolk und zum See begonnen. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind wir gewandert und haben den See doch nicht erreicht, weil der leider zu sehr ausgetrocknet ist. Dafür haben wir erlebt, was richtige afrikanische Hitze ist, trocken und windig ist es im beginnenden Rift Valley von Tanzania, und nach und nach versteht man, warum dort zwischen Mittag und Abend alle nur nach Schatten und Schlaf suchen.

Den dritten Tag haben wir dann den Kindern in der Schule gezeigt, wie man oben genannten Garten im Sack anlegt. Hin- und hergerissen zwischen Neugier und Aufregung wegen uns Weißen, haben die dann versucht nachzubauen, was ich an die Tafel gemalt habe.

In der darauffolgenden Nacht ging es schließlich, vorbei an schlafenden Maasais auf der Straße, zwei Stunden zurück mit dem Range Rover nach Karatu, wo wir erst mal das nachgeholt haben, was man bei der Hitze in Mang'ola (Lake Eyasi) nicht unbedingt als Erholung empfindet: Schlafen!

Da Richard schon am selben Tag für zwei Tage weg musste, hatten wir ein langes Wochenende und viel Zeit, um uns Arusha anzusehen. Die nächst größere Stadt, in der wir außerdem noch Geld wechseln, Abends was Trinken und am nächsten Tag im Supermarkt einkaufen waren.

Zurück in Karatu ist man dann aber froh, die ganzen Händler los zu sein, die einen in ihre Läden drängen und nicht mehr gehen lassen wollen.

Und so hat diese Woche mit neu erworbenem Müsli, Joghurt, unserer neuen Mitstreiterin Helena und zwei zu entspannten Tagen im Office begonnen. Denn besonders das Warten bis etwas passiert und irgendwie nicht voran Kommen macht einen sehr schnell müde.

Heute haben wir drei Volontäre dann beschlossen in unserem Büro ein bisschen Ordnung zu schaffen und uns einmal Gedanken über den bisher vernachlässigten Teil unseres Projektes zu machen. Kultur-Tourismus in Karatu . Wir wollen versuchen besondere Touren in der Umgebung zu organisieren, um den typischen Safari-Touristen neue Möglichkeiten der Landeserkundung zu zeigen.

 

Okt
27
8:31 Uhr

Große Demonstration gegen Patente auf Pflanzen und Tiere in München

Von Greenpeace e.V. in Panorama.Bayern@lokaliz

"Klagen Sie gegen das Brokkoli-Patent, Frau Aigner!"

Gegen die Patentierung von Pflanzen und Tieren protestieren heute vor dem Europäischen Patentamt (EPA) in München etwa 300 Demonstranten mit fliegendem Gemüse, Ständen mit patentiertem Gemüse und landwirtschaftlichem Gerät. Die Landwirte, Umweltschützer und Vertreter von Entwicklungshilfeorganisationen fordern, dass der Ausverkauf von Lebensgrundlagen an Agrar-Konzerne beendet wird. Ein Präzedenzfall für umstrittene Patentvergaben ist das Brokkoli-Patent des US-Agrarkonzerns Monsanto. Nachdem das Europäische Patentamt vergangene Woche angekündigt hatte, das Patent auf Brokkoli aus traditioneller Zucht aufrecht zu erhalten, fordern die Redner jetzt Konsequenzen von der Politik. Christoph Then, Patent-Berater von Greenpeace und Sprecher des Bündnisses "Keine Patente auf Saatgut!", fordert die Bundesregierung auf, rechtliche Schritte gegen das Patent zu ergreifen. Dessen Geltung kann vor nationalen Gerichten angefochten werden.

"Agrarministerin Ilse Aigner muss gegen das Brokkoli-Patent Klage beim deutschen Bundespatentgericht einreichen", sagt Then. "Nach den europäischen Patentgesetzen dürfen Pflanzensorten und deren Züchtung nicht patentiert werden. Die Interessen der Verbraucher, Landwirte und Züchter müssen von der zuständigen Ministerin geschützt werden." Bereits im Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung festgeschrieben, Patente auf Lebensmittel nicht dulden zu wollen.

Auch Gurken, Nudeln, Brot und Bier sollen demnächst patentiert werden Sprecher von Entwicklungshilfeorganisationen betonen vor allem die Folgen für die Länder des Südens, die schon jetzt erheblich unter der Spekulation mit agrarischen Rohstoffen und hohen Preisen für Lebensmittel zu leiden haben: "Weizen, Mais und Soja sind so teuer wie noch nie. Zusätzliche Patentgebühren heizen die Preisspirale bei Lebensmitteln zusätzlich an", sagt Kerstin Lanje von Misereor. "Patente auf Pflanzen und Tiere gefährden die Grundlagen der Welternährung. Züchter und Landwirte brauchen freien Zugang zu Saatgut."

Bereits am 2. November wird die Firma Bayer vom EPA ein Patent auf traditionell gezüchtete Gurken erhalten. Dem Amt liegen zudem Patentanträge vor auf Brot, Nudeln und Bier aus Gerste, die traditionell gezüchtet wurde. "Das Europäische Patentamt finanziert sich durch Patentvergaben und will rasch weitere Patente erteilen", sagt Ruth Tippe von der Initiative "Kein Patent auf Leben!". "Wenn das so weiter geht, werden die Konzerne schon bald Patente auf Luft, Licht und Liebe beantragen."

Zu den heutigen Rednern vor dem Patentamt zählen auch Hubert Weiger (Vorsitzender des BUND), Edith Liersch und Georg Jansen (Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), Christoph Fischer (Zivilcourage Bayern) und Francois Meienberg (Erklärung von Bern).

Okt
24
8:24 Uhr

Drei Tage lang Forschung und Informationen zum Studium: Schülerinnen experimentieren bei der Herbstuniversität

Von TU München in Panorama.Bayern@lokaliz

Wie kann man prüfen, ob eine Münze echt ist? Wie funktioniert ein zellulärer Automat? Und was unterscheidet Elektrotechnik, Maschinenwesen und Physik? Bei der Herbstuniversität der Technischen Universität München können Schülerinnen der Jahrgangsstufen 10 bis 12 in die Welt der Natur- und Technikwissenschaften eintauchen. Drei Tage lang experimentieren sie und gehen in kleinen Gruppenaktuellen Fragestellungen nach. Sie lernen Wissenschaftler und deren Arbeitsweisen kennen und können sich gleichzeitig über ein künftiges Studium an der TUM sowie berufliche Perspektiven informieren.

16 Projekte stehen am 2. bis 4. November zur Auswahl. Wo noch Plätze frei sind, zeigt die Internetseite www.herbstuniversitaet.de. Organisiert wird das Programm von der Agentur Mädchen in Wissenschaft und Technik an der Technischen Universität München.

Anmeldung: www.herbstuniversitaet.de

 

Okt
19
18:37 Uhr

10 Tage Kiswahili und tansanische Kultur pur

Von Theresa Wirthmüller in FSJ in Tansania.Dachau@lokaliz

10 Tage Kiswahili-Sprachkurs liegen hinter uns. Zu sechst haben wir jeden Tag 5 Stunden mit unseren zwei tansanischen Lehrerinnen im improvisierten Klassenzimmer die Bantu-Sprache gelernt, die uns hier die nächsten Monate weiterhelfen wird. Neben Zahlen, den Farben und den Himmelsrichtungen, ging es hauptsächlich um Zeiten, Verben und Vokabeln, die mit dem Deutschen abgesehen von der Aussprache nichts zu tun haben. Theoretisch sollten wir jetzt also fähig sein vollständige Sätze in allen Zeiten zu bilden, praktisch jedoch müssen wir bei jedem Gespräch erst einmal verstehen, was unser Gegenüber uns gerade sagen will. Daher auch unsere Lieblingsvokabel: tena tafadhali (noch einmal bitte!). Der Kurs hat unseren Horizont aber nicht nur um ein paar Worte sondern auch um unendlich viele kulturelle Neuheiten und Besonderheiten erweitert. Mama Frida und Elizabeth haben uns auf sehr charmante und offene Art auch die tansanischen Sitten nähergebracht. Da erfährt man eben mal so, wie viele Kühe ein Mann für seine zukünftige Frau bezahlen muss, wie man am elegantesten mit den Händen isst, dass man immer etwas mitbringt wenn man eingeladen ist, nur keine Blumen. Die sind nämlich ein Zeichen dafür, dass jemand stirbt. Wenn dann mal die Luft raus war wurden alle möglichen tansanischen Lieder geträllert, worüber sich alle Nachbarn sicherlich gefreut haben. Trotz aller Anstrengungen und teilweise fehlender Motivation gegen Ende hin, haben wir alle viel mitgenommen. Der Abschied ist uns nach der lustigen Zeit dementsprechend schwer gefallen. Am letzten Kurstag gab es noch einmal Kultur pur, 2 Stunden im Gottesdienst, wo der ein oder andere auch seine Ziege oder sein Huhn mitbringt. Nach der Messe wurden diese dann versteigert, um Geld für die Kirche zu sammeln.

Mit einer Fahrradtour am Rande des Lake Manyara Nationalparks haben wir am Montag unseren letzten Tag als Gruppe noch gemeinsam verbracht. Mit dem Mountainbike ging es direkt über Bananenplantagen durch den Wald auf eine riesige Freifläche, die normalerweise während der Regenzeit einen Salzwasser-See beherbergt, in unserem Fall aber größtenteils ausgetrocknet und voll von Maasai-Hirten und ihren Kühen war. Neben diesen gab es allerdings auch Zebras, Gnus, Hippos, Gazellen und Affen aus nächster Nähe zu sehen. In der Ferne ließen sich dann auch Flamingo-Schwärme ausmachen, die dort zu Regenzeiten das ganze Seeufer in ein rosa Meer verwandeln. Mit Bananenbier und Holzschnitzereien aus Mozambique ging auch dieser Tag zu Ende.

Heute hatten wir unseren ersten Arbeitstag, haben viele Fotos von unserem Projektleiter gezeigt bekommen und wurden schon einmal auf die nächste Zeit vorbereitet. Mit dem Ziel, in Schulen Bäume zu Pflanzen und Müll sinnvoll zu verwerten, werden wir die nächsten zwei Wochen gleich zum naheliegenden Lake Eyasi fahren und dort auch ein einheimisches, noch mehr oder weniger traditionell lebendes Buschmannvolk besuchen. Bis dahin wird uns beigebracht, wie man Gemüse in Säcken anbaut, aus Plastikflaschen Zäune und aus dem roten Sand Öfen baut.

 

Okt
07
6:43 Uhr

Richtige „Heizöllagerung"

Von Landratsamt Dachau in Ratgeber.DAH@lokaliz

Die Umweltbehörde im Landratsamt Dachau ist immer wieder gefordert, bei der Schadensabwehr durch ausgetretenes Heizöl mitzuwirken. Ölschäden bedeuten für alle Beteiligten Ärger und Probleme, nicht selten sind für Sanierungsmaßnahmen hohe finanzielle Aufwendungen erforderlich. Der Betrieb von Heizöltanks birgt auch Risiken und Gefahren, je nach Art und Umfang der Öllagerung sind auch verschiedene gesetzliche Vorgaben zu beachten.

Nachfolgend wollen wir den Besitzern von Öltanks einige grundsätzliche Informationsquellen zugänglich machen, um eine Einschätzung der eigenen Tankanlage zu ermöglichen und sich mit den wichtigsten Verhaltensregeln beim Betrieb eines Öltanks vertraut zu machen. Für weitere Fragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Allgemeine Auskünfte können über das Landesamt für Umwelt im Internet abgerufen werden. (www.LfU-Bayern.de, Fachbereich Wasser, Suchbegriff Heizöl).

Konkrete Auskünfte erhalten Sie bei der Umweltbehörde des Landratsamtes Dachau. Ansprechpartner ist Herr Held, Telefon 08131 / 74-457,

Mail: JLIB_HTML_CLOAKING

Benötigt werden folgende Angaben: Art der Lagerung (Unterirdisch oder Kellertank), Fassungsvermögen des/der Tank(s), Standort des Tanks.

Das Merkblatt „Heizöllagerung“ ist über den Internetauftritt des Landratsamtes Dachau erhältlich (www.Landratsamt-Dachau.de -> Service -> Merkblätter -> Wasserrecht -> Merkblatt Heizölverbraucheranlagen).

Okt
07
6:35 Uhr

Ländervergleich zur Wichtigkeit von Treue: Kutchers Eskapaden ließen Russinnen kalt

Von eDarling.de in Panorama.Deutschland@lokaliz

Ashton Kutcher und David Beckham befinden sich in bester Gesellschaft: Jeder zweite deutsche Mann und jede zweite deutsche Frau sind nach einer Studie der Uni Göttingen schon einmal in einer Beziehung fremdgegangen. Aber nicht immer verzeihen die Partner diesen Fehler. Die Online-Partnervermittlung eDarling hat untersucht, wie wichtig eigentlich Treue den Mitgliedern im internationalen Vergleich ist. Russland zeigt sich hier am tolerantesten.

Film, Fernsehen und Bücher zeigen immer wieder das Ideal der ewigen Liebe und Treue. Bei der Wichtigkeit der Treue scheint es aber Unterschiede zu geben. Beispiele wie die Beziehungen von Justin Timberlake, David Beckham oder auch jüngst Ashton Kutcher zeigen, dass Partner das Fremdgehen auch ertragen. Unterschiede bei der Akzeptanz von Untreue untersuchte nun die Partnervermittlung eDarling bei ihren Mitgliedern in elf Ländern.

In einer Analyse der anonymisierten Nutzerdaten von über 200.000 eDarling-Mitgliedern aus elf Ländern stellten die Psychologen von eDarling fest, dass Treue in den einzelnen europäischen Ländern unterschiedlich wichtig bewertet wird. Frauen ist die Treue in Partnerschaften generell etwas wichtiger als Männern. Überraschend: Russen und Russinnen verzeihen anscheinend einem Partner eher einen Fehltritt als andere Nationalitäten. Für nur 37% der männlichen und 52% der weiblichen russischen Mitglieder ist es sehr wichtig, dass der Partner in der Beziehung treu ist.

„Man muss zwischen emotionaler und sexueller Treue unterscheiden. Frauen legen in der Regel mehr Wert auf emotionale Treue, Männern ist die sexuelle Treue der Frauen wichtiger“, weiß der Psychologe Daniel Nitschke von eDarling. Einer Studie der Göttinger Universität aus dem Jahr 2006 zu Folge lieben Fremdgeher ihren Partner durchaus, versuchen aber durch Fremdgehen sexuelle Langeweile in der Beziehung auszugleichen.

Polinnen ist die Treue am wichtigsten. 89% (77% der Polen) gaben an, dass ihnen Monogamie in der Partnerschaft sehr wichtig ist. Bei den Männern rangieren allerdings die Niederländer auf Platz eins. Hier gaben 80% (87% der Niederländerinnen) an, nicht mit einem Nebenbuhler an ihrer Seite leben zu können. In Deutschland nimmt Treue einen hohen Stellenwert bei beiden Geschlechtern ein: 78% der Männer und 84% der Frauen geben an, dass ihnen Treue in einer Partnerschaft sehr wichtig ist.

„Diese Unterschiede müssen immer im gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden“, so Nitschke. In Russland gibt es einen Frauenüberschuss, der sich bei älteren Generationen verschärft. Dies könnte dazu führen, dass sich die Russinnen bei der Partnersuche toleranter zeigen, da ihnen andere Partnerwahlkriterien wichtiger sind (beispielsweise Trinkgewohnheiten des Partners). Gleichzeitig könnte die ungleiche Geschlechterverteilung auf dem Partnermarkt dazu führen, dass Frauen in Beziehungen generell sehr treu sind, so dass dieses Thema von den Männern als nicht sehr wichtig eingestuft wird.

 Die Wichtigkeit der Treue im Überblick:

Männer

Frauen

Niederlande

80%

Polen

89%

Deutschland

78%

Niederlande

87%

Polen

77%

Spanien

85%

Spanien

76%

Deutschland

84%

Österreich

75%

Österreich

83%

Schweiz

73%

Türkei

83%

Italien

70%

Schweiz

80%

Türkei

63%

Italien

79%

Frankreich

60%

Schweden

72%

Schweden

58%

Frankreich

71%

Russland

37%

Russland

52%

Anteil der eDarling-Mitglieder, die der Aussage „Ich bin der Meinung, dass 
absolute Treue in einer ernsthaften Beziehung unerlässlich ist.“ auf einer Skala von 1 bis 7 
(1=überhaupt nicht; 7=sehr) mit 6 oder 7 zugestimmt haben Die Analyse beruht auf den 
Angaben von über 200.000 eDarling-Mitgliedern aus elf Ländern.

Okt
06
17:33 Uhr

Anreise und Ankunft in Karatu

Von Theresa Wirthmüller in FSJ in Tansania.Dachau@lokaliz

Eine Menschentraube bewegt sich durch den Flughafen. Zwei Familien sind auf dem Weg zum Sicherheitscheck, wo sie ihre jüngsten und zweitjüngsten Töchter und Schwestern für ein halbes Jahr verabschieden müssen. Die Töchter und Schwestern, das sind wir, Annette und Theresa, auf dem Weg in unser großes Abenteuer. Seit Monaten haben wir gesucht, gefunden, geplant, organisiert, darauf hingefiebert, und endlich ist es soweit: Wir fliegen nach Tanzania! 6 Monate verbringen wir unsere Zeit als Freiwillige in einem Projekt, dass sich für die Umwelt und die sinnvolle Nutzung und Umsetzung von Kultur-Tourismus einsetzt.

Nach mehr oder weniger tränenreichem Abschied von unseren Familien dauerte der Sicherheitscheck einige Minuten länger als geplant. Schuld war ein Taschenmesser, das eigentlich in Annettes normalem Gepäck hätte sein sollen, aber leider in ihrem Handgepäck gefunden wurde, und dann zuhause bleiben musste. Danach gings aber direkt weiter zum Gate und ab ins Flugzeug. Erstaunlich schnell waren wir dann schon in Istanbul, wo wir unsere 4 Stunden Aufenthalt mit überteuerter Cola und einem Nickerchen auf den Bänken überbrückten. Die nächsten 6 Stunden Flug wurden wir von der Turkish Airlines Crew rundum versorgt (Socken, Schlafbrille, Actionfilm...). In Nairobi angekommen waren wir froh unsere Rucksäcke in die Arme schließen zu können und unserem Ziel schon so viel näher zu sein. Die schlechte Nachricht war, dass wir die Nacht am Flughafen verbringen mussten, heißt 7 Stunden im offenen Cafe (sehr kalt! Skisocken kamen auch zum Einsatz) auf den Bus warten, der uns nach Arusha bringt. Nach einer mehr schlaflosen als erholsamen Nacht brachte uns der 15-Mann-Bus über die Grenze nach Tanzania. Auch wenn die Augen des Öfteren zugefallen sind, weil die Temperaturen und die Sitzmöglichkeiten quasi dazu gezwungen haben, hat uns die 5-Stunden-Fahrt tolle erste Eindrücke über Land und Leute in Ostafrika verschafft. Neben Rindern und Ziegen sprang schon mal eine Gazelle über die sogenannte Autobahn. Weder die Menschen noch die Esel am Straßenrand ließen sich von den schnellen Autos beeindrucken. Als sich in Arusha schon die Safariguides auf uns stürzten kamen zum Glück schon Mike, Magret und Imke mit ihrem kleinen Sohn, um uns abzuholen. Nach dem Lunch machten wir noch einige Besorgungen und fuhren dann 2 Stunden nach Karatu in unsere erste Unterkunft bei Mama Susi. Hier werden wir die ersten 10 Tage bekocht und lernen hoffentlich ein paar Worte Suaheli bei unserem Sprachkurs vor Ort. Die erste Nacht unterm Moskitonetz war zwar ungewohnt, aber wir haben gut geschlafen. Geweckt wurden wir von Hahn, Kuh, Hunden und dem Vogelgezwitscher auf unserem Grundstück. Noch haben wir Wasser und Strom (Was einige vor uns vermissten!)und das Wohnzimmer ist groß und gemütlich. Neben einer Eidechse als Haustier zieht morgen noch ein weiterer Freiwilliger ins Haus ein. Den Ort Karatu und unsere zukünftige WG im Sundown Campsite haben wir heute schon mit Nema erkundet. Wir freuen uns auf 6 Monate hier und berichten wieder!