Okt
11
21:09 Uhr

Von Piraten, Robin Hood und dem Meer

Von Jörg Brüggemann in Reportagen.Dachau@lokaliz

Neulich, unterwegs, mit einem Freund im Gespräch ...

Piratenflagge

“...DIE PIRATEN... Hah, dass ich nicht lache! (lacht) Die haben doch von der Welt keine Ahnung. Kein Programm und der Rote-Faden ist ihnen doch schon bei der Geburt abhanden gekommen!“

„Aber meinst Du denn, das dass wirklich stimmt?“

„WAS?“ (lacht immer noch)

„Das die wirklich eine politische Motivation & Alternative stellen könnten?“

„Wer...?“ (verschluckt sich fasst)

„Na, die Piraten halt.“

„Spinnst Du? ... (hustet) ... Du willst doch nicht wirklich diese Partei wählen? ... (reuspert sich)... Das meinst Du nicht ernst...? ... (schluckt)... Son Quatsch... - Das sind doch alles völlig durchgeknallte Nerds. Irgendwelche Computer-Hacker. Wohlmöglich sogar schlimmer...“

„Schmarri, die sind auch nicht bekloppter als Du!“

„Ne Alternative... (hustet)... - zu WAS denn? Irgend was zwischen der Pest und der Cholera die wir jetzt schon haben? Nee, danke... (winkt ab)... - Bin da völlig bedient...!“

„Nein, das mein ich nicht! Ich hab mich da neulich mit einem unterhalten. So völlig ungezwungen. Hat sich gut angefühlt...“

„Häh, was soll das denn jetzt!? -Gut angefühlt-...“

„Na, authentisch halt. Irgend wie..., menschlich. Weiss auch nicht so wirklich...“

„Du hättest im Fasching doch als Indianer ober besser Cowboy gehen sollen. Und deshalb sollen DIE PIRATEN gleich eine politische Alternative sein? Ne bessere wohlmöglich? Du spinnst!“

„Möglicherweise...!“

„Warum glaubst DU das eigentlich? Ich hab Dich für vernünftiger gehalten...“

„Weiss nicht so genau... Vielleicht, weil ich in dem Gespräch das Gefühl hatte wahrgenommen zu werden... Und das dort auch Deine Stimme ein Gewicht hätte!“

"Was jetzt...?"

"Ja, Du wärst dort sicher auch willkommen..."

„Nein?“

„Doch!“

„Ohhhh...“

„Sind die denn nicht einfach auch nur Menschen? So wie Du und ich...? Und steckte nicht als Kind schon immer ein Pirat in uns, und das nicht nur zu Fasching?“

„Du meinst Robin Hood... Ich war immer Robin Hood!“

„Wer weiss?“

„WAS? - Du nervst!“

„Könnte ihr Interesse, auch meins oder sogar Deins sein...?“

„Mensch... WESSEN Interesse denn...?“

„Na, das der Piraten!“

„Na dann...! Finde es doch einfach heraus. Wenn Du willst und Dich traust... Schau doch einfach mal rein, und mach Dich selbst zum Programm!“ - er lacht und geht weiter.

Das Gespräch ist beendet...

...

Nun, gesagt - getan! Am vergangenem Dienstag bin ich einfach mal bei einem der offenen Stammtische im Hotel Fischer aufgeschlagen. Am Anfang gähnende Biertischatmosphäre. Das Schnitzel war nicht schlecht, nur die Bedienung könnte flotter sein.

Doch dann ging sie ab, die Luzie. Was nicht mehr und nicht weniger bedeutet: „Mir ging ein Licht auf“ - eins nach dem anderem...

Kann Mann & Frau mal drüber nach denken, oder?

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Einen interessanten Artikel zum Verhältnis der Piraten und dem Meer, habe ich daraufhin in folgender Quelle gefunden: http://www.freitag.de/autoren/friedjoerg/die-piraten-und-das-meer

vom Autor: Jörg Friedrich, Münster, Naturwissenschaftler, IT-Unternehmer, Philosoph, 19-12-2012

In diesem Sinne, mit nem schönem Gruß an JederMann & Frau!

Dez
13
17:36 Uhr

Bayerisch Kongo - ein Erlebnis in Dachau

Von Markus Roth in Reportagen.Deutschland@lokaliz

Als ich an einem der vergangenen Donnerstage den großen Konferenzsaal des Landratsamtes Dachau nach einem beruflichen Meeting verließ, hüpfte ich fest entschlossen die Treppe des ersten Stockes des Gebäudes hinunter, in froher Erwartung des nun nahenden Mittagsmahls.            

 Schon am Treppenansatz sah ich eine farbige Frau an einem Schalter stehen und es hätte wohl nichts in mir bewegt, hätte ich sie im Vorbeigehen nicht laut schluchzen hören.                                                                                                                     Das Landratsamt Dachau

Das veranlasste mich, die Treppen wieder hoch zu steigen. Ich weiß aus meiner Arbeit bei der Stadt Dachau im Bereich Obdachlosenwesen, dass es sich bei diesem Schalter um die Auszahlungsstelle für Asylbewerber handeln musste.

Ich ging also geradewegs auf die Frau zu und erkannte unschwer ihre Verzweiflung. Links von ihr war ein Kinderwagen geparkt. In diesem befanden sich zwei Mädchen, die etwas verstört zu ihrer Mutter aufblickten.

Der Mann hinter dem Schalter hatte sich bereits hinter seinem Schreibtisch zurückgezogen. Ich konnte ihn durch eine Glasscheibe, die ihn von der Außenwelt trennt oder soll ich sagen: vor dieser schützt, erkennen. Er saß versunken da und starrte auf seinen Tisch.

Ich sprach die Frau an und stellte fest, dass sie aus dem Kongo war und recht gut deutsch sprach. Ich fragte sie, was denn los sei mit ihr. Sie zeigte mir eine kleine Tasche aus Papier. Ich identifizierte sofort die Werbung der Deutschen Bahn darauf. Sie erklärte mir, dass sie ein Ticket gekauft hätte.

Sie war von der Ausländerbehörde angewiesen worden, sich mit ihrer Familie bei der Kongolesischen Botschaft zu melden, die sich in Berlin befindet. Die Fahrkarte kostete 448,- € für die Familie.

Sie sagte, Herr S. würde ihr das Geld nicht auszahlen. Ich sprach den Herrn hinter der Glastüre an. Er bequemte sich zu mir und als ich mich vorgestellt hatte, fragte ich ihn, ob er die weinende Dame wahrgenommen hätte. „Ja" meinte er. Und ob diese mir den Sachverhalt richtig erklärt hätte. Er bejahte nach meinen Ausführungen, und teilte mir seinen Ärger darüber mit, dass er zusätzlich Arbeit hatte verrichten müssen, weil er die Auszahlungsanweisung für die Bahntickets durch die Kasse bereits vorbereitet hatte, die Dame nun aber die Fahrkarten schon selbst und im Voraus gekauft hätte. Dadurch stünde ja fest, dass keine Bedürftigkeit bestünde, und damit die Auszahlung und Erstattung der Tickets hinfällig ist.

Ich war fassungslos und in diesem Gemütszustand frage ich ihn, ob das einzige was ihn im Moment bewegen würde, seine Zusatzarbeit war. „Das würde sie doch auch stören, wenn sie umsonst gearbeitet hätten", war die Antwort.

Die Dame aus dem Kongo war total verzweifelt und sagte zu mir, dass sie nicht wisse, wie sie ihrer Familie etwas zu essen kaufen könne.

Ich bin mir sicher, dass Hr. S. von der Ausländerbehörde nach Recht und Gesetz gehandelt hatte. Asylbewerber werden bestimmt über ihre Rechte, Pflichten oder wie in diesem Fall über die Möglichkeit informiert, dass die Erstattung des Tickets für den Botschaftsbesuch nur dann ermöglicht wird, wenn die Karte erst nach der Auszahlung durch die Behörde gekauft wird, weil man sonst von nicht vorhandener Bedürftigkeit ausgeht.

Ich weiß allerdings auch, dass diese Information in schriftlicher und in beamtendeutscher Sprache gehalten ist, die wahrscheinlich nicht mal ich, mit Abitur versehener Deutscher, in seiner Gänze sofort verstehen würde. Hier gilt allerdings die Faustregel: Ausländer! Friß oder Stirb. Es ist nicht davon auszugehen, dass die Behörden, sei es nun die Ausländerbehörde oder auch der Jobcenter, die (ausländischen) Mitbürger so informieren, dass der Inhalt des Erklärten offensichtlich verstanden worden ist.

Ich fälle also nicht ein Urteil über diesen Mann der Ausländerbehörde im Dachauer Landratsamt, der m. E. von seiner sich mir dargestellten Seelenstruktur ganz sicher an der richtigen Stelle sitzt. Kein anderer kann diesen Posten wohl besser ausfüllen als er.

Was mich vielmehr erschüttert ist, wie sich mir mal wieder unsere so hoch gelobte Zivilisation der nördlichen Hemisphäre darstellt. Wie wir Zivilisierten mit den Angehörigen von (aus unserer Sicht) eher unzivilen Völkern umgehen – dafür schäme ich mich in diesem Fall zutiefst.

Das Landratsamt Dachau als Zeuge des Christentums

Ich für meinen Teil weiß, dass Zivilisation auch etwas mit Herzensbildung zu tun hat. Mit Bildung, die weit über naturwissenschaftliche Aspekte hinausgeht. Mit Bildung, die die Zusammenhänge von Lebensgesetzen mit einschließt. Kennen wir nicht alle die Goldene Regel: „was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu"?

Sie beruht auf der Tatsache, dass wir Menschen alle ein Teil der einzigen universellen Schöpfung sind. Wir Menschen sind also alle EINS. Diese Einheit impliziert, dass wir alles, was wir einem anderen Menschen tun oder zufügen, immer auch gleichzeitig uns selbst antun oder zufügen. Im förderlichsten und im schadhaftesten Sinne.

Und so hoffe ich trotz allem, dass auch in Deutschland Menschlichkeit dem Nächsten gegenüber sich immer besser entwickelt, indem wir erkennen, dass für alle genug da ist, und wir uns bzw. unserer Seele selbst auch viel Gutes tun, indem wir unser mitfühlendes Wesen durch ein mitmenschliches Verhalten anderen gegenüber zum Ausdruck bringen.

 

Mai
18
8:03 Uhr

Giftige Tränen - Die Biophysik des Schlangenbisses

Von TU München in Reportagen.Bayern@lokaliz

Schlangen injizieren ihr Gift durch einen hohlen Giftzahn in ihr Opfer – glauben die meisten Menschen. Doch die meisten Schlangen und viele andere giftige Reptilien haben gar keinen hohlen Zahn. Physiker der Technischen Universität München (TUM) haben nun heraus gefunden, welche Tricks diese Tiere anwenden, um ihrGift trotzdem erfolgreich unter die Haut ihrer Opfer zu bringen.

Seit Jahren erforschen Professor Leo van Hemmen, Biophysiker an der TU München, und Professor Bruce Young, Biologe an der University of Massachusetts Lowell, den Gehörsinn von Schlangen. Als Sie über die Giftigkeit ihrer Schlangen diskutierten stellten sie fest, dass nur wenige Schlangen ihr Gift mit Druck durch einen hohlen Giftzahn in den Körper des Opfers injizieren. Die weitaus meisten giftigen Reptilien haben keinen hohlen Zahn, trotzdem jagen sie erfolgreich. Doch wie stellen sie das an?

Nur etwa ein Siebtel aller Giftschlangen nutzen, wie die Klapperschlange, den Trick mit dem hohlen Giftzahn. Die überwiegende Mehrheit hat ein anderes System entwickelt. Eintypischer Vertreter dieser Arten ist die Mangroven-Natter, Boiga dendrophila. Mit ihren Doppelzähnen reißt sie ein Loch in die Haut ihres Opfers. Zwischen den Zähnen und dem Gewebe fließt das Gift in die Wunde. Doch es geht noch einfacher: Viele Giftzähne haben lediglich eine Furche, an der entlang das Gift in die Wunde gelangt.

Die Forscher fragten sich, warum diese einfache Methode evolutionsbiologisch so erfolgreich sein konnte, obwohl beispielsweise Vogelfedern das offen auf dem Zahn entlang fließende Gift abstreifen können müssten. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, untersuchten sie die Oberflächenspannung und die Viskosität verschiedenerSchlangengifte. Ihre Messungen zeigen, dass Schlangengift erstaunlich zähflüssig ist.

Die Oberflächenspannung ist hoch, sie entspricht in etwas der von Wasser. Im Ergebnis ziehen die Oberflächenenergien einen Tropfen Schlangengift in dieRinne des Zahns, in der er sich dann ausbreitet. Durch eine optimale Geometrie der Zahnfurche und die Anpassung der Viskosität des Giftes haben sich die Schlangen im Laufe der Evolution auf ihre bevorzugten Opfer eingestellt. Vogelfressende Schlangen haben tiefere Furchen entwickelt, in denen das zähflüssige Gift von Vogelfedern nicht mehr abgestreift werden kann.

Gelöst wurde auch die Frage, wie die Schlange das Gift tief unter die Haut des Opfers bringt, denn erst dort kann es seine tödliche Wirkung entfalten. Auch hierfür haben Schlangen im Laufe der Evolution einen Trick entwickelt: Beißt die Schlange zu, bilden Zahnfurche und umliegendes Gewebe einen Kanal. Wie ein Löschblatt saugt das Gewebe das Gift durch diese Röhre. Und genau hierfür ist das Schlangengift in besonderer Weise zusammengesetzt: Wie Ketchup, der durch Schütteln deutlich flüssiger wird, lassen die durch den Sog auftretenden Scherkräfte das Schlangengift wesentlich dünnflüssiger werden, so das es dank der Oberflächenspannung schnell durch die Giftröhre einziehen kann.

Flüssigkeiten, die sich so verhalten, nennen die Wissenschaftler Nicht-Newtonsche Flüssigkeiten. Für die Schlange hat dies eine höchst praktische Konsequenz: So lange keine Beute in Sicht ist, liegt das Gift zähflüssig und klebrig in der Rinne. Beißt die Schlange zu, fließen – wie bei Wein entlang des Glases – die giftigen „Tränen“ entlang der Furche in die Wunde und entfalten dort ihre tödliche Wirkung.

Teile der Arbeiten wurden unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Bernstein Center for Computational Neuroscience Munich. Professor van Hemmen ist Mitglied des Exzellenzclusters Cognition for Technical Systems (CoTeSys).

Jul
10
21:20 Uhr

Pflanze des Monats: Die Königskerze (Verbascum spec.)

Von Klaus Schwager in Reportagen.Bayern@lokaliz

KöngiskerzeDie als Symbol für ein langes Leben geltenden Königskerzen kommen je nach Art, als ein-, zwei- oder mehrjährige, krautige Pflanzen vor. Beliebte Standorte sind sonnige Waldschläge und Wegränder.

Pickelmühle

Wie zahlreiche andere alte Heilpflanzen, haben die Königskerzen verschiedenste, oft regional geprägte Namen. Dabei orientieren sich viele an der hohen (bis 1,5 m) Wuchsform (Kerzenkraut, Frauenkerze, Donnerkerze), während andere Namen auf ihre Verwendungsmöglichkeiten abzielen.
So weist der Begriff ?Fackelblume? auf eine tatsächliche Verwendung als Fackel hin. Die Stängel wurden in Wachs, Harz oder Pech getaucht und als Fackel benutzt.

KöngiskerzeDie größte Bedeutung für den Menschen hatte die Wundblume schon seit alten Zeiten als Heilpflanze. Als tatsächliche Wundblume wurde die Königskerze bereits von Hippokrates beschrieben, der sie zur Wundversorgung benutzte.
Besonders wurden  die Blüten später in Hausrezepten bei Erkrankungen der Atemwege in Brusttees verwendet.  Hildegard von Bingen erwähnte sie in ihrer ?Causae et curare? und in der ?Physica?.
Auch dabei wird sie als Mittel gegen Lungenschmerzen und Erkältungskrankheiten beschrieben.
Wichtig dabei ist auch die beruhigende Wirkung der Pflanzenstoffe. Diese wird bereits von Hippokrates und Dioskurides als außerordentlich hervorgehoben und Hildegard setzt sie bei ?traurigem Herz? - Herzschmerz - ein.

Auf einen ganz anderen Einsatzbereich der in der Pflanze enthaltenen Saponine kam Aristoteles.
Da diese für Fische giftig sein sollen, führt angeblich das Einstreuen von Königskerzensamen in ein Gewässer zu einer Beruhigung der Fische und würde so das Fischen deutlich erleichtern.

Heute wird die Königskerze homöopathisch bei Atemwegserkrankungen und Neuralgien verwendet. Zusammen mit Malve, Eibisch, Katzenpfötchen, Huflattich, Veilchen und dem Klatschmohn gehört die Königskerze zu den ?sieben Brustpflanzen?. Durch das sehr ausgewogene Verhältnis der Inhaltsstoffe (Schleim- und Bitterstoffe, Saponine) erklären sich die auswurffördernde Wirkung und die angeblich sehr gute Heilwirkung bei Beschwerden der Verdauungsorgane.

Wissenschaftlich anerkannt finden die gelben Blüten Anwendung bei Katarrhen der oberen Atemwege.  Diese sind eines der teuersten Heilkräuter, da die Blüten nahezu gewichtslos sind.
Man pflückt nur die nach Honig duftenden Blütenkronen mit den Staubblättern ohne Kelch.

In der Küche kann man neben den Blüten im April bis Juni auch die fruchtig-herb schmeckenden Blätter verwenden.

In Bayern ist die Marienkerze traditionell der Mittelpunkt des an Maria Himmelfahrt (15.08.) gebundenen Kräuterbuschens. Dieser Buschen wird als Schutz- und Hausapotheke genutzt.

Besonderen Schutz boten angeblich auch früher Amulette aus der Wurzel der Unholdskerze. Nämlich genau vor solchen Zeitgenossen und bösen Kräften allgemein. Dazu zählte durchaus auch eine ungewollte Empfängnis.

Man sieht, die Königskerze ist nicht nur eine wunderschöne, imposante Wildpflanze, sie ist auch eine medizin- und kulturhistorisch sehr bedeutsame Pflanze und sollte, da ihr auch eine Schutzwirkung vor Gewittern zugeschrieben wird,  in keinem Garten fehlen.

Monika Engelmann
IZ-Kräuterpädagogin

Mai
03
8:05 Uhr

Doppelsemester für doppelten Abijahrgang startet an TU München

Von TU München in Reportagen.Bayern@lokaliz

Großer Zulauf zu einmaligem Modell / Einladung zur Immatrikulationsfeier am 3. Mai
Die Technische Universität München (TUM) startet in ein besonderes Semester: Mehr als 1700 Abiturienten beginnen in dieser Woche ihr Studium im Sonderprogramm für den „doppelten Abiturjahrgang“ 2011. Die meisten absolvieren in einem „Steilkurs-Studium“ bis September zwei Semester in einem. Der Zulauf zu dem landesweit einmaligen Modell „TUM twoinone“ hat damit alle Erwartungen weit übertroffen und widerlegt die Skeptiker und Kritiker.

Ein Jahr Vorsprung vor den anderen Abiturienten – diesen Vorteil wollen sich die Neulinge an der TUM nicht entgehen lassen. In 14 Studiengängen bestreiten sie im Sommer gleich zwei Fachsemester. Zum üblichen Studienbeginn im Oktober starten sie dann bereits ins dritte Semester. Studienbeiträge werden bei „TUM twoinone“ nicht erhoben. In vier weiteren Studiengängen (u.a. Elektro- und Informationstechnik) ermöglicht die TUM einen vorgezogenen Studienbeginn mit einem regulären Studienplan. Zudem bietet sie Propädeutika, Praktika und weitere vorbereitende Kurse an.

„Wir sind glücklich, dass so viele junge Talente diese anspruchsvolle Herausforderung gemeinsam mit uns anpacken“, sagt TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann über „TUM twoinone“. „Wir leisten mit diesem kreativen, zugegebenermaßen aber auch anstrengenden Programm unseren Beitrag, dass alle qualifizierten Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs die Möglichkeit eines niveauvollen Studiums bekommen.“

Die TU München hat sich jahrelang auf den großen Ansturm in diesem Jahr vorbereitet. Mehr als 300 neue Mitarbeiter gewährleisten eine gute Betreuung, 8000 Quadratmeter neu angemietete Seminar-, Büro- und Laborräume sorgen für ausreichend Platz.

Mit den heute ausgegebenen Abiturzeugnissen können sich die zugelassenen Bewerber an der TUM immatrikulieren, am 4. Mai hören sie die ersten Vorlesungen. Zuvor begrüßt Präsident Herrmann die Erstsemester morgen auf der Immatrikulationsfeier bei Brezen und Freibier. Dazu sind Pressevertreter herzlich eingeladen.

Immatrikulationsfeier:
Dienstag, 3. Mai, 17 Uhr
Audimax der TU München, Arcisstraße 21
Begrüßung der Erstsemester durch TUM-Präsident Wolfgang A. Herrmann und  Studierendenvertreter Matthias Gottlieb
Musik: Weihenstephaner Hochschul-Bigband