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Apr
09

Dachauer Schlosskonzerte 2013... - Programm - Samstag, der 09. April

DAH01

Franz Schubert

Béla Bartók

Johannes Brahms

Ludwig van Beethoven

dargeboten von Baiba & Lauma Skride


Franz Schubert (1797 – 1828)

Sonate für Violine und Klavier g-Moll D 408 op. posth. 137, 3

Allegro giusto – Andante – Menuetto mit Trio – Allegro moderato


Béla Bartók (1881 – 1945)

Rhapsodie für Violine und Klavier Nr. 1 Sz 86 BB 94 (1928)

Lassú. Moderato – Friss. Allegretto

Pause

Johannes Brahms (1833 –1897)

Aus: Ungarische Tänze WoO 1 für Violine und Klavier

(Bearbeitung von Joseph Joachim)

Nr. 2 d-Moll – Nr. 7 F-Dur – Nr. 14 d-Moll – Nr. 17 fis-Moll – Nr. 15 B-Dur

Ludwig van Beethoven (1770 – 1827)

Sonate für Violine und Klavier Nr. 9 A-Dur, op. 47 (1802 – 03)

„Kreutzersonate“

Adagio sostenuto – Presto Adagio sostenuto – Presto – Adagio – Tempo I – Andante con variazioni I – IV – Finale: Presto

Werke für Violine und Klavier bzw. Orchester komponierte Schubert in zwei Phasen seines Schaffens: Während seine Fantasie C-Dur kurz vor seinem Tod entstanden ist, schrieb er seine drei 1836 von Diabelli irreführend als Sonatinen herausgegebenen Violinsonaten schon 1816. Sie sind zwar kurz, aber im Anspruch gewichtige Kammermusik, die sich nicht an Beethoven, sondern an Mozarts 1778 komponierten „Mannheimer Sonaten“ orientieren.

Bartóks Forschungen zur Volksmusik legten den Grundstein zur Musikethnologie.

Zusammen mit Kodály sammelte er etwa 10.000 Melodien, die auch, wie es sich z. B. an seinen beiden 1928 entstandenen Rhapsodien für Violine und Klavier zeigen lässt, seine Kompositionen beeinflusst haben. Insgesamt sechs Tänze gingen in die erste Rhapsodie ein, deren Klavierpart er später für Orchester bearbeitete. Nach dem Vorbild von Liszts „Ungarischen Rhapsodien“ folgt einem langsamen, rubatoseligen „Lassan“ ein rascher, tänzerischer „Friska“, dessen Tempo zum Ende hin noch in der Art einer Stretta beschleunigt wird.

Weder Liszts „Ungarische Rhapsodien“ noch Brahms’ „Ungarische Tänze“ fußen auf authentischer Volksmusik der Magyaren, sondern auf Musik, die durch Europa ziehende Zigeunerkapellen gespielt haben und die der junge Brahms kennenlernte, als er 1853 den Geiger Reményi auf einer Tournee begleitete. Den Schwung der Melodien mit ihren Synkopen und dem abrupten Wechsel von schnellen und langsamen Teilen hat er in die Ungarischen Tänze für Klavier zu vier Händen einfließen lassen. Er betonte, dass sie als „echte Zigeunerkinder“ nicht von ihm „gezeugt, sondern nur mit Milch und Brot aufgezogen“ seien. Kaum ein anderes seiner Werke erreichte eine ähnliche Popularität. Die Bearbeitung für Violine und Klavier stammt von Joseph Joachim.

Indem Beethoven seiner „Kreutzersonate” noch die Bezeichnung „Molto concertante quasi come d’un Concerto” hinzufügte, machte er deutlich, dass er in ihr die Grenzen der Kammermusik überschritt. Nicht allein die an die Solisten gestellten virtuosen Anforderungen geben ihr die Dimensionen eines Solokonzertes, sondern vor allem der Gehalt, was Adorno dazu veranlasste, sie zum „rein tragisch-symphonischen Typ” zu rechnen und sie auf die Höhe der „Eroica” und der „Appassionata” zu stellen.

Die in Lettland geborene Geigerin Baiba Skride wuchs in einer Musikerfamilie in Riga auf, wo sie auch ihr Studium begann, das sie ab 1995 in Rostock fortsetzte. 2001 gewann sie den 1. Preis des Concours Reine Elisabeth in Brüssel. Heute zählt sie zu den bedeutendsten Geigerinnen unserer Zeit und spielte bereits mit den Berliner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem London Philharmonic Orchestra. Zu den Dirigenten, mit denen sie zusammenarbeitet, gehören Paavo und Neeme Järvi, Kirill Petrenko und Andris Nelsons.

DAH 02 AufzeichnenSie widmet sich auch der zeitgenössischen Musik. Mit ihrer Schwester Lauma Skride, hob sie Hans Abrahamsens für sie komponiertes Doppelkonzert für Violine und Klavier aus der Taufe. Die Schwestern gaben mit Tanja Tetzlaff, Sol Gabetta und Julian Steckel Konzerte. Sie ist u. a. im Konzerthaus Wien und dem Concertgebouw Amsterdam aufgetreten. Zu ihrer Diskographie zählen Einspielungen der Violinkonzerte von Brahms, Strawinsky und Frank Martin sowie ein Duoalbum. Seit November 2010 spielt sie die von Gidon Kremer geliehene Stradivari „Ex Baron Feilitzsch“ aus dem Jahr 1734.

Lauma Skride wurde 1982 in Riga geboren, begann im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen, studierte in Riga und Hamburg. Sie nahm seit ihrem elften Lebensjahr an internationalen Wettbewerben teil und wurde mehrfach ausgezeichnet. Mittlerweile spielte sie mit dem hr-Sinfonieorchester (Frankfurt) und den Dresdner Philharmonikern und arbeitete u. a. mit Andris Nelsons und Kristjan Järvi zusammen. Neben ihrer Schwester gehören Daniel Müller-Schott und Sol Gabetta zu ihren Kammermusikpartnern. Sie ist unter anderem im Concertgebouw Amsterdam oder dem Konzerthaus Wien zu Gast gewesen. Für ihre Einspielung des Klavierzyklus „Das Jahr“ von Fanny Hensel wurde sie 2007 mit dem ECHO Klassik als beste Nachwuchskünstlerin ausgezeichnet.

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(Quelle & Bilder: Kulturamt Dachau)


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Geschrieben von Kultiramt Dachau. Veröffentlicht in EventsArchiv